Ackerschachtelhalm
Equisetum arvense
April bis August
Uraltes Kieselsäure-Kraut, auch Zinnkraut genannt. Für Tee und Naturapotheke, im Garten als Pflanzenstärkung.
Verwechslung beachten
DetailsPflanzen-Lexikon
Ein wachsendes Wildpflanzen-Lexikon mit Bestimmung, Saison und Verarbeitungstipps, geschrieben aus der Praxis.
Equisetum arvense
April bis August
Uraltes Kieselsäure-Kraut, auch Zinnkraut genannt. Für Tee und Naturapotheke, im Garten als Pflanzenstärkung.
Verwechslung beachten
DetailsArnica montana
Juni bis August
Die orangegelbe Bergblume der Almen. Streng geschützt, ein Fall fürs Anschauen und Staunen.
Verwechslung beachten
DetailsValeriana officinalis
Juni bis August · Wurzel im Herbst
Hohe Staude feuchter Wiesen mit blassrosa Blütenrispen. Die Wurzel riecht so streng, dass man sie nie vergisst.
DetailsAllium ursinum
März bis Mai
Würziger Frühlings-Wildknoblauch der schattigen Laubwälder. Nie mit giftigen Pflanzen wie Maiglöckchen verwechseln!
Verwechslung beachten
DetailsArtemisia vulgaris
Juli bis September
Das klassische Bratenkraut, würzig-bitter. Auch ein altes Räucherkraut.
DetailsSymphytum officinale
Mai bis Oktober
Alte Heilpflanze der Bauerngärten mit tiefschwarzer Wurzel. Klassiker für Salben, nur äußerlich anwenden.
Verwechslung beachten
DetailsBetula pendula
Knospen und Blätter im Frühjahr
Der weiße Frühlingsbaum. Junge Blätter für Tee, Knospen für die Gemmotherapie.
DetailsPotentilla erecta
Mai bis Oktober · Wurzel im Herbst
Zierliches Fingerkraut der Magerwiesen mit einer Besonderheit: vier statt fünf Kronblätter. Der Wurzelstock ist innen blutrot.
DetailsPlantago major
Mai bis Oktober
Der flache Bruder des Spitzwegerichs, wächst buchstäblich auf dem Weg. Alte Blasenpflaster-Pflanze der Wanderer.
DetailsUrtica dioica
Frühling bis Herbst
Unterschätzter Vitaminlieferant aus der Natur, der kaum im Garten wächst. Junge Triebe für Pesto, Salate, Suppen und Wildkräutersalz.
DetailsRubus fruticosus · Rubus idaeus
Blätter Frühjahr · Früchte Sommer
Doppelter Klassiker vom Waldrand: junge Blätter für Tee, Früchte für alles Gute.
DetailsRosa damascena
Juni bis September
Die Rose unserer Manufaktur, verarbeitet zu Sirup, Aufstrich, Likör, Salz, Pfeffer und Zucker. Intensives Aroma, traditionsreich.
DetailsViola odorata
März bis April
Der duftende Frühlingsgruß aus Hecke und Wiese. Blüten für Sirup, Zucker und Deko.
DetailsSorbus aucuparia
August bis Oktober
Die Vogelbeere: leuchtend orangerote Beerendolden, gekocht eine feine herbe Frucht.
DetailsSolidago virgaurea
Juli bis Oktober
Goldgelbe Spätsommerstaude an Waldrändern. Traditionelles Blasen- und Nierenkraut der Naturapotheke.
DetailsGeum urbanum
Mai bis September · Wurzel im Herbst
Unscheinbar am Wegrand, doch die Wurzel duftet nach Gewürznelken. Der heimische Nelkenersatz.
DetailsPrimula veris
April bis Mai
Der gelbe Frühlingsbote der Magerwiesen. Steht unter Naturschutz: anschauen, nicht pflücken.
DetailsAngelica archangelica
Juni bis August · Wurzel im Herbst
Imposante Duftstaude, deren Wurzel und Stängel Klosterküche und Likör prägen. Nur mit ganz sicherer Bestimmung!
Verwechslung beachten
DetailsPicea abies
Mai
Die hellgrünen Frühjahrstriebe der Fichte, aus denen der urbayerische Wipferlsirup gekocht wird.
Verwechslung beachten
DetailsGalinsoga parviflora
Juni bis Oktober
Das eingewanderte Gartenkraut mit den Mini-Margeriten. Mild und ergiebig, wo es einmal steht.
DetailsAlchemilla vulgaris
Mai bis September
Das Frauenkraut mit den gefältelten Blättern, die morgens einen Tropfen wie eine Perle in der Mitte tragen.
DetailsBellis perennis
fast ganzjährig
Der kleine Dauerblüher im Rasen. Blüten und Knospen sind essbar, hübsch auf Brot und Salat.
DetailsPotentilla anserina
Mai bis September
Silbrig gefiedertes Kraut der Wegränder. In alten Kräuterbüchern trägt es den Namen Krampfkraut.
DetailsAegopodium podagraria
April bis Oktober
Großer Eiweißlieferant, wächst reichlich im Garten. Junge Blätter für Salat, Suppe und Pesto. Doldenblütler: sicher bestimmen!
Verwechslung beachten
DetailsGlechoma hederacea
März bis Oktober
Würziges Kriechkraut mit violetten Lippenblüten. Klassiker der Wildkräuterküche, fein in Schokolade.
DetailsHieracium pilosella
Mai bis September
Zitronengelbe Körbchen auf mageren Wiesen, außen oft rötlich gestreift. Altes Volksheilkraut.
DetailsRosa canina
September bis in den Winter
Die rote Vitamin-C-Kapsel der Hundsrose, hängt bis in den Winter.
DetailsCapsella bursa-pastoris
fast ganzjährig
An den herzförmigen Täschchen unverwechselbar. Altes Frauenkraut, würzig wie Kresse.
DetailsSambucus nigra
Blüte Mai-Juni · Beere Aug-Sep
Klassiker der Bauerngärten. Blüten zu Sirup und Sekt, Beeren zu Saft, Likör und Holundersuppe.
DetailsTussilago farfara
Februar bis April
Der allererste Frühlingsbote: gelbe Blüten auf nacktem Boden, lange vor den Blättern.
DetailsHypericum perforatum
Juni bis August
Das Sonnenkraut der Sommersonnenwende. Aus den Blüten wird das leuchtend rote Öl.
DetailsPrunella vulgaris
Juni bis Oktober
Kleines Lippenblütchen im Rasen, das fast jeder übersieht. Essbar und seit jeher bekannt.
DetailsAlliaria petiolata
März bis Juni · Samen im Sommer
Zarter Knoblauchgeschmack ohne Verwechslungsdrama. Wächst an Hecken und Waldrändern.
DetailsVerbascum (hier V. densiflorum)
Juli bis September
Die goldene Blütenkerze der Böschungen, bis zu zwei Meter hoch. Die Blüten werden einzeln gepflückt.
DetailsTilia (Sommerlinde T. platyphyllos · Winterlinde T. cordata)
Blüte Juni-Juli
Der Dorfbaum schlechthin. Lindenblütentee ist der Klassiker für kalte Tage.
DetailsTaraxacum officinale
März bis Oktober
Die Pflanze unseres Logos: leicht zu erkennen, von der Wurzel bis zur Blüte verwendbar. Der perfekte Einstieg.
DetailsFilipendula ulmaria
Juni bis August
Cremeweiße Blütenwolken an Bachläufen, duftet nach Honig und Mandel. Die Pflanze, die dem Aspirin den Namen gab.
DetailsCalendula officinalis
Juni bis Oktober
Das leuchtende Gartenblümchen für die Hautpflege. Ganze Blüte für Tee, Blütenblätter für die Küche.
DetailsTrifolium pratense
Mai bis September
Die rote Wiesenkugel voller Nektar. Essbare Blüten für Salat und Tee.
DetailsGeranium robertianum
Mai bis Oktober
Der Stinkende Storchschnabel: zart rosa Blüten, streng im Geruch, alt in der Volksheilkunde.
DetailsRumex acetosa
April bis August
Das saure Kinderkraut der Wiesen. Frisch-zitronig in Salat, Suppe und Kräutersauce.
DetailsAchillea millefolium
Blätter ganzjährig · Blüten Juni-Okt
Robuste Wiesenpflanze mit weiß-rosa Doldenblüten. Sanft bitter, gut für Kräutersalze, Tee und Kräuterbutter sowie in der Naturapotheke.
DetailsPrunus spinosa
Oktober bis Dezember
Blauschwarze Wildfrucht der Hecken, nach dem ersten Frost zu Likör und Saft.
DetailsPlantago lanceolata
April bis Oktober
Der Wanderklassiker am Wegrand. Das zerriebene Blatt ist ein alter Griff für unterwegs, aus dem Sirup wird ein Vorratsklassiker.
DetailsStellaria media
ganzjährig, auch im Winter
Das ganzjährige Salatkraut, das sogar unter Schnee grün bleibt. Mild wie junger Mais.
DetailsCichorium intybus
Juli bis September
Himmelblaue Blüten am staubigen Wegrand, nur vormittags geöffnet. Die wilde Mutter von Chicorée und Zichorienkaffee.
DetailsCrataegus monogyna
Blüte Mai · Früchte Sep-Okt
Weiße Blütenpracht im Mai, rote Früchte im Herbst. Einer der alten Heckensträucher.
DetailsLamium album
April bis Oktober
Sieht aus wie Brennnessel, brennt aber nicht. Die weißen Blüten schmecken süß nach Nektar.
DetailsChenopodium album
Juni bis September
Der wilde Spinat aus dem Gemüsebeet, den alle jäten und kaum jemand isst.
DetailsHeracleum sphondylium
Juni bis September
Kräftiger Doldenblütler der Wiesen, jung ein altes Gemüse. Verwechslungsgefahr: sicher bestimmen!
Verwechslung beachten
DetailsGalium mollugo
Mai bis September
Zarte weiße Blütenschleier über der Wiese, verwandt mit dem Waldmeister.
DetailsCardamine pratensis
April bis Juni
Zartlila Frühlingsschleier auf feuchten Wiesen, schmeckt fein nach Kresse.
DetailsMalva sylvestris
Juni bis September
Rosa gestreifte Blüten am Wegrand, reich an Schleimstoffen. Die Käsepappel der Großmütter.
DetailsOriganum vulgare
Juli bis September
Der heimische Oregano der Sonnenhänge. Würzkraut und Schmetterlingsmagnet.
DetailsKeine Pflanze gefunden. Probier ein anderes Stichwort oder eine andere Saison.
April bis August
Equisetum arvense
Woran du sie erkennst
Sieht aus wie kleine grüne Tannenbäumchen: quirlständige, nadelartige Seitenäste am gerippten, gegliederten Stängel. Das sicherste Merkmal: Das erste Glied eines Seitenastes ist länger als der gezackte Abschnitt am Hauptstängel. Blüht nie, im zeitigen Frühjahr erscheinen zuerst braune Sporentriebe. Wie das genau aussieht, zeige ich am besten auf einer Wanderung.
Wann und wo sammeln
Die grünen Triebe von Mai bis Oktober auf lehmigen Äckern, Böschungen und Wegrändern.
Verwendung
Als Tee immer kalt angesetzt, außerdem als Tinktur oder frisch ins Trinkwasser gegeben. Im Garten als Brühe zur Pflanzenstärkung. Knirscht beim Zerreiben durch die Kieselsäure. Pfarrer Kneipp hat ihn bekannt gemacht; in der Überlieferung steht er für Blutreinigung und Bindegewebe.
Merkmale
Achtung
Nicht mit dem giftigen Sumpfschachtelhalm verwechseln, der an nassen, sumpfigen Standorten wächst. Im Zweifel stehen lassen.
Juni bis August
Arnica montana
Woran du sie erkennst
Einzelne orangegelbe Körbchenblüten mit leicht zerzausten Zungenblüten auf flaumigen Stängeln über einer Grundrosette, auf mageren Bergwiesen.
Wann und wo sammeln
Wird nicht gesammelt: Arnika steht unter strengem Naturschutz. Ware für die Hausapotheke stammt aus kontrolliertem Anbau.
Verwendung
Traditionell ausschließlich äußerlich, als Salbe, Tinktur, Blütenessenz, Massageöl oder Umschlag, und nur aus Apotheken- oder Anbauware. In der Naturheilpraxis überliefert bei Prellungen, Verstauchungen, Quetschungen, Blutergüssen und Muskelkater. Niemals innerlich.
Merkmale
Achtung
Streng geschützt, nicht pflücken. Innerlich giftig, äußerlich kann sie Hautreizungen auslösen.
Juni bis August · Wurzel im Herbst
Valeriana officinalis
Woran du sie erkennst
Bis zwei Meter hoch, tief gefiederte, lanzettliche Blätter, gegenständig angeordnet; hohler, gerillter, mäßig behaarter Stängel; doldenartige Rispen aus vielen kleinen weißen bis blassrosa Blüten. Die Wurzel riecht streng-erdig.
Wann und wo sammeln
Die Wurzel im Herbst an feuchten Standorten, die Blüten im Sommer.
Verwendung
Wurzel getrocknet als Tee, in der Überlieferung rund um Schlaf, Ruhe und Entspannung, ohne müde zu machen. Die fein duftenden Blüten für Sirup, junge Blätter in den Salat.
Merkmale
März bis Mai
Allium ursinum
Woran du sie erkennst
Kantiger Stängel, und jedes Blatt hat einen eigenen Stängel. Die Blattoberseite glänzt, die Unterseite ist matt, beim Knicken knackt das Blatt. Weiße Sternblüten in lockeren Dolden.
Wann und wo sammeln
Junge Blätter vor der Blüte im März und April, in schattigen, feuchten Laubwäldern.
Verwendung
Pesto, Bärlauchsalz, Butter, Suppen. Roh am aromatischsten, Hitze nimmt ihm die Schärfe.
Merkmale
Achtung
Nie mit Maiglöckchen, Herbstzeitlose oder Aronstab verwechseln, alle drei sind giftig. Nicht am Geruch allein festmachen: Nach dem ersten Blatt riechen die Hände selbst nach Knoblauch.
Juli bis September
Artemisia vulgaris
Woran du sie erkennst
Mannshohe, kantig gerillte Stängel, oft bräunlich-rötlich und unbehaart; tief geteilte, fiederartige Blätter, oben dunkelgrün, unten silbrig-weiß filzig; kleine unscheinbare, gelblich-grüne bis rötliche Blüten in Rispen.
Wann und wo sammeln
Blühende Triebspitzen im Hochsommer an Wegen und Böschungen, kurz vor dem Aufblühen am aromatischsten.
Verwendung
Sparsam als Gewürz zu fettem Fleisch und zur Gans; getrocknet ein traditionelles Räucherkraut und eine Füllung fürs Kräuterkissen, das für erholsamen Schlaf sorgen sollte. Wanderer legten sich früher ein Blatt in den Schuh.
Merkmale
Achtung
Für Pollenallergiker ein starkes Allergen; in der Schwangerschaft meiden.
Mai bis Oktober
Symphytum officinale
Woran du sie erkennst
Große, raue, borstig behaarte Blätter, die am Stängel herablaufen. Glockenförmige, nach unten hängende violette bis cremefarbene Blüten in eingerollten Blütenständen.
Wann und wo sammeln
Die außen schwarze Wurzel im Herbst oder zeitigen Frühjahr, Blätter und Blüten vom Frühjahr bis in den Herbst, an feuchten Wiesen und Bachufern.
Verwendung
Traditionell als Salbe und Umschlag aus der Wurzel, der Name kommt von Bein im Sinn von Knochen. In der Naturheilpraxis ein alter Begleiter bei Prellungen, Verstauchungen und Zerrungen. In der Wildkräuterküche die jungen Blätter im Salat oder gefüllt als Antipasti, die Blüten als essbare Deko, beides nur in kleinen Mengen.
Merkmale
Achtung
Enthält Pyrrolizidinalkaloide: nicht innerlich verwenden und nicht auf offene Wunden. Junge Blattrosetten nicht mit dem giftigen Fingerhut verwechseln.
Knospen und Blätter im Frühjahr
Betula pendula
Woran du sie erkennst
Unverwechselbare weiße, papierartig abrollende Rinde, zierliche dreieckige, spitz zulaufende Blätter mit doppelt gesägtem Rand, hängende Kätzchen.
Wann und wo sammeln
Junge, noch klebrige Blätter und Knospen im Frühjahr.
Verwendung
Junge Blätter als Tee, Knospen in der Gemmotherapie, im zeitigen Frühjahr wird mancherorts Birkensaft gezapft. Aus der Rinde gewinnt man Birkenzucker (Xylit), und weil sie witterungsbeständig, biegsam und wasserabweisend ist, wurden daraus seit jeher Gefäße, Taschen, Schuhe, Möbel und sogar Kanus gebaut. Als Zunder zum Feuermachen war sie unentbehrlich.
Merkmale
Mai bis Oktober · Wurzel im Herbst
Potentilla erecta
Woran du sie erkennst
Niedrige, zierliche Pflanze mit kleinen gelben Blüten, die als eines der wenigen Fingerkräuter nur vier Kronblätter tragen. Die Blätter sind sitzend, dreiteilig gefingert und gezähnt und wirken durch große Nebenblätter oft wie fünfzählig. Der Wurzelstock läuft beim Anschnitt blutrot an, daher der Name.
Wann und wo sammeln
Blüten von Mai bis Oktober auf Magerwiesen, Heiden und in lichten Wäldern; der Wurzelstock im Herbst.
Verwendung
Aus dem blutroten Wurzelstock wird der bekannte bayerische Blutwurz-Likör angesetzt. In der Küche spielt die Pflanze sonst kaum eine Rolle.
Merkmale
Mai bis Oktober
Plantago major
Woran du sie erkennst
Breite, ovale Blätter mit kräftigen Längsnerven, flach als Rosette auf den Boden gedrückt, dazu lange, dünne grünliche Blütenähren. Wächst mitten auf Wegen und verträgt Tritt.
Wann und wo sammeln
Junge Blätter von Frühjahr bis Herbst, direkt an Wegen und auf verdichteten Böden.
Verwendung
Wie der Spitzwegerich: zerriebenes Blatt traditionell auf Stiche, ein frisches Blatt im Wanderschuh ist ein alter Wandertrick. Junge Blätter in der Küche.
Merkmale
Frühling bis Herbst
Urtica dioica
Woran du sie erkennst
Aufrechte Staude in dichten Beständen. Herzförmig-längliche, kräftig gezähnte Blätter stehen sich paarweise gegenüber, Stängel und Blätter tragen Brennhaare.
Wann und wo sammeln
Junge Triebe und obere Blattpaare im Frühjahr, mit Handschuhen oder beherzt von unten nach oben gegriffen. Im Spätsommer die Samen.
Verwendung
Suppe, Pesto, Spinatersatz, getrocknet als Wildkräutersalz, geröstete Samen über Salate. Überbrühen, Trocknen oder Pürieren entschärft die Brennhaare.
Merkmale
Blätter Frühjahr · Früchte Sommer
Rubus fruticosus · Rubus idaeus
Woran du sie erkennst
Bestachelte Ranken (Brombeere kräftig, Himbeere feiner), unpaarig gefiederte Blätter, oben grün und auf der Unterseite deutlich heller, weiße Blüten, dann schwarze beziehungsweise rote Sammelfrüchte.
Wann und wo sammeln
Junge Blätter im Frühjahr, Früchte im Sommer bis Frühherbst am Waldrand.
Verwendung
Fermentierte oder getrocknete Blätter sind die Basis vieler Haustees; die Früchte enthalten reichlich Vitamine und Mineralstoffe und brauchen sonst keine Empfehlung.
Merkmale
Juni bis September
Rosa damascena
Woran du sie erkennst
Stark gefüllte, rosafarbene Blüten mit intensivem Duft, weicher als bei modernen Zuchtrosen. Bestachelte Triebe, gefiederte Blätter.
Wann und wo sammeln
Blütenblätter am frühen Morgen, wenn der Duft am stärksten ist, in der Blütezeit von Juni bis September.
Verwendung
In der Manufaktur zu Sirup, Aufstrich, Likör, Rosensalz, Rosenpfeffer und Rosenzucker verarbeitet.
Merkmale
März bis April
Viola odorata
Woran du sie erkennst
Tiefviolette, gespornte Blüten mit süßem Duft über herzförmigen Blättern; bildet Ausläufer.
Wann und wo sammeln
Blüten im März und April an Hecken, Zäunen und in Wiesen.
Verwendung
Blüten für Veilchensirup, kandiert auf Süßem, frisch als essbare Deko.
Merkmale
August bis Oktober
Sorbus aucuparia
Woran du sie erkennst
Kleiner Baum mit unpaarig gefiederten Blättern aus länglich-ovalen, spitzen Fiederblättchen mit gesägtem Rand, dazu dichte orangerote Beerendolden ab dem Spätsommer.
Wann und wo sammeln
Vollreife Beeren ab August, milder nach Frost.
Verwendung
Gekocht zu Gelee, Mus und Likör, gern mit Apfel kombiniert; herb-aromatisch.
Merkmale
Achtung
Roh in Mengen unbekömmlich (Parasorbinsäure); erst Kochen oder Frost machen die Beeren bekömmlich.
Juli bis Oktober
Solidago virgaurea
Woran du sie erkennst
Aufrechte Stängel mit schmalen Blättern und vielen kleinen goldgelben Körbchenblüten. Die eingewanderte Kanadische Goldrute trägt ihre Blüten dagegen in einer Rispe, daran lassen sich die beiden auseinanderhalten.
Wann und wo sammeln
Das blühende Kraut von Juli bis Oktober an trockenen Waldrändern und Böschungen.
Verwendung
Getrocknet als Tee; in der Erfahrungsheilkunde traditionell rund um Blase und Niere geschätzt.
Merkmale
Achtung
Die häufigere Kanadische Goldrute (dichte, einseitswendige Rispen, große Bestände) ist eine eingewanderte Verwandte; die klassische Art der Naturapotheke ist die Echte Goldrute.
Mai bis September · Wurzel im Herbst
Geum urbanum
Woran du sie erkennst
Kleine, fünfblättrige gelbe Blüten an dünnen Stielen, später kugelige Klettfrüchte. Am Boden eine leicht behaarte Rosette aus rundlich gezähnten Blättern, am Stängel wechselständige, meist dreizählig geteilte Blätter. Die ausgegrabene Wurzel riecht deutlich nach Gewürznelken.
Wann und wo sammeln
Blätter ganzjährig, die Wurzel im Herbst, an halbschattigen Weg- und Waldrändern.
Verwendung
Die getrocknete Wurzel als heimisches Nelkengewürz für Kompott, Gebäck, Glühwein und Likör.
Merkmale
April bis Mai
Primula veris
Woran du sie erkennst
Nickende Dolde aus dottergelben Glockenblüten mit orangen Flecken auf einem Stängel über einer Rosette runzeliger Blätter.
Wann und wo sammeln
Wird nicht gesammelt: Die Echte Schlüsselblume steht unter Naturschutz. Fürs Lexikon gilt: kennen und stehen lassen.
Verwendung
Historisch als Hustentee; heute nimmt man stattdessen Kultur-Ware oder andere Hustenkräuter.
Merkmale
Achtung
Besonders geschützt, nicht pflücken.
Juni bis August · Wurzel im Herbst
Angelica archangelica
Woran du sie erkennst
Bis mannshohe Staude mit kräftigem, rundem und glattem Stängel, der oft rötlich überlaufen ist, dazu kugelrunde grünlich-weiße Dolden und große gefiederte Blätter mit auffällig bauchigen Blattscheiden. Die ganze Pflanze duftet würzig.
Wann und wo sammeln
Stängel im Frühsommer, die Blüten im Sommer, die Wurzel im Herbst, an feuchten Standorten. Nur für sehr erfahrene Sammler.
Verwendung
Wurzel für Tees, Liköre und Bitteres, kandierte Stängel als alte Kloster-Süßigkeit.
Merkmale
Achtung
Doldenblütler mit tödlich giftigen Doppelgängern (Gefleckter Schierling, Riesenbärenklau). Der Saft macht die Haut lichtempfindlich. In der Schwangerschaft nicht einnehmen. Nur ernten, wer die Pflanze wirklich sicher kennt.
Mai
Picea abies
Woran du sie erkennst
Im Mai leuchten die weichen, hellgrünen jungen Triebe an den dunklen Fichtenzweigen, anfangs noch mit bräunlichen Knospenhüllen. Nadeln rundum am Zweig, spitz; Zapfen hängen.
Wann und wo sammeln
Junge Wipferl im Mai, maßvoll und nie die Leittriebe; im eigenen Wald oder mit Erlaubnis des Waldbesitzers.
Verwendung
Wipferlsirup und Wipferlhonig, als Salbe, Öl, Tee und Badezusatz; schmeckt zitronig-harzig und enthält viel Vitamin C.
Merkmale
Achtung
Nie mit der Eibe verwechseln, deren Nadeln tödlich giftig sind (flach, glänzend dunkelgrün, ohne Harzduft, rote Beerenmäntel). Im Zweifel stehen lassen.
Juni bis Oktober
Galinsoga parviflora
Woran du sie erkennst
Kleine Körbchen mit winzigen weißen Zungenblüten um eine gelbe Mitte, weiche, gegenständige Blätter; wächst üppig in Gemüsebeeten und an Wegrändern.
Wann und wo sammeln
Junge Triebspitzen den ganzen Sommer über im Garten.
Verwendung
Mild wie Feldsalat: roh in Salate, gedünstet als Gemüse, in Suppen. Enthält reichlich Eisen und Vitamine.
Merkmale
Mai bis September
Alchemilla vulgaris
Woran du sie erkennst
Rundliche, fächerartig gefältelte Blätter mit sieben bis neun flachen Lappen und fein gezähntem Rand, in deren Mitte oft ein glitzernder Tropfen steht. Der Blütenstand ist ein lockerer, sparrig verzweigter Schleier aus winzigen gelbgrünen Blüten, die keine auffälligen Blütenblätter haben.
Wann und wo sammeln
Blätter und blühendes Kraut von Mai bis September auf frischen Wiesen und Almwiesen.
Verwendung
Als Tee das klassische Frauenkraut der Volksheilkunde; junge Blätter auch in der Wildkräuterküche.
Merkmale
fast ganzjährig
Bellis perennis
Woran du sie erkennst
Bodenständige Blattrosette mit spatel- bis eiförmigen Blättern, einzelne Köpfchen mit weißen, oft rosa angehauchten Zungenblüten um die gelbe Mitte.
Wann und wo sammeln
Blüten und Knospen fast das ganze Jahr über in Wiesen und Rasen.
Verwendung
Blüten als essbare Deko, Knospen in Essig eingelegt als Kapernersatz, junge Blättchen in Salate.
Merkmale
Mai bis September
Potentilla anserina
Woran du sie erkennst
Bodennahe Rosette aus unterbrochen gefiederten, gesägten Blättern, oben dunkelgrün, unten silbrig glänzend. Dazu einzelne gelbe Blüten mit fünf abgerundeten Kronblättern und kriechende Ausläufer.
Wann und wo sammeln
Das blühende Kraut von Mai bis September an Wegen und auf beweideten Flächen.
Verwendung
Frisch oder getrocknet als Tee oder Tinktur. In der Volksheilkunde lief es unter den Namen Krampfkraut und Frauenheilkraut.
Merkmale
April bis Oktober
Aegopodium podagraria
Woran du sie erkennst
Dreikantiger Blattstängel (der Blütenstängel ist rund), drei Blattgruppen pro Stängel, die wieder dreifach unterteilt sind, am Blattende sitzt eine 3er-Blattformation. Die Blätter sind eiförmig, spitz zulaufend und am Rand leicht gezackt.
Wann und wo sammeln
Junge, glänzende Blätter von Frühjahr bis Herbst, im Garten meist reichlich vorhanden.
Verwendung
Salat, Suppe, Spinatersatz und Pesto; schmeckt würzig nach Petersilie und Möhre.
Merkmale
Achtung
Giersch gehört zu den Doldenblütlern, und es gibt giftige Doldenblütler. Allein an den Blüten ist er nicht zu erkennen, darum immer am Blatt und am dreikantigen Blattstängel festmachen.
März bis Oktober
Glechoma hederacea
Woran du sie erkennst
Kriechende Triebe mit nierenförmigen, gekerbten Blättern, violette Lippenblüten in den Blattachseln. Zerrieben ein würzig-herber, eigener Duft.
Wann und wo sammeln
Junge Triebe und Blüten im Frühjahr, die Blätter bis in den Oktober, an Hecken, Wiesenrändern und im Garten.
Verwendung
Sparsam als kräftiges Küchenkraut in Quark, Salat und Suppe; Blättchen in Schokolade getaucht sind eine alte Nascherei. In der Überlieferung ein starkes Wundheilkraut sowie ein Mittel zur Blutreinigung und Entgiftung, als Salbe, Tee oder Tinktur.
Merkmale
Achtung
Würzig-intensiv, in kleinen Mengen verwenden.
Mai bis September
Hieracium pilosella
Woran du sie erkennst
Bodenständige Rosette aus länglichen, unterseits filzig behaarten Blättern; blattlose, behaarte Stiele mit je einem zitronengelben Körbchen, außen oft rötlich gestreift. Bildet Ausläufer.
Wann und wo sammeln
Das blühende Kraut von Mai bis September auf mageren, trockenen Wiesen.
Verwendung
In der Volksheilkunde als Tee überliefert; die Blüten als essbare Deko.
Merkmale
September bis in den Winter
Rosa canina
Woran du sie erkennst
Bogig wachsender, stacheliger Strauch mit wechselständigen, gefiederten und gesägten Blättern, im Herbst leuchtend rote, ovale Hagebutten.
Wann und wo sammeln
Vollreife Früchte ab September, nach Frost weicher und süßer; sie hängen bis in den Winter.
Verwendung
Mus, Marmelade, Tee und getrocknet als Pulver, sehr reich an Vitamin C. Die Kerne mit ihren Juckhärchen beim Verarbeiten entfernen.
Merkmale
fast ganzjährig
Capsella bursa-pastoris
Woran du sie erkennst
Grundrosette aus länglichen, gezähnten Blättern, dünne Stängel mit winzigen weißen Kreuzblüten und den namensgebenden herzförmigen Schötchen.
Wann und wo sammeln
Junge Rosettenblätter, Triebe, Blüten und Samen fast das ganze Jahr auf Äckern und an Wegen.
Verwendung
Blätter kressig-würzig in Salat und Quark, die Schötchen als pfeffriger Snack oder Gewürz; als Tee in der Volksheilkunde überliefert.
Merkmale
Blüte Mai-Juni · Beere Aug-Sep
Sambucus nigra
Woran du sie erkennst
Großer Strauch mit gefiederten Blättern, flache cremeweiße Blütendolden mit süßem Duft, im Spätsommer hängende Dolden mit glänzend schwarzen Beeren. Das Mark junger Zweige ist weiß und weich.
Wann und wo sammeln
Blütendolden an trockenen, sonnigen Vormittagen im Mai und Juni, die Beeren vollreif ab August.
Verwendung
Blüten für Sirup, Blütensekt und ausgebackene Küchlein; Beeren gekocht für Saft, Gelee und Holundersuppe.
Merkmale
Achtung
Rohe Beeren nicht essen, sie können Übelkeit auslösen; erst Kochen macht sie bekömmlich. Den niedrigen Zwergholunder mit aufrechten Fruchtdolden nicht nutzen.
Februar bis April
Tussilago farfara
Woran du sie erkennst
Gelbe, löwenzahnähnliche Blüten auf geschuppten Stängeln, die vor den Blättern erscheinen. Die hufförmigen, am Rand leicht gezähnten Blätter kommen erst nach der Blüte.
Wann und wo sammeln
Blüten im zeitigen Frühjahr auf Rohböden, Böschungen, Kiesflächen und an Waldwegen.
Verwendung
Ein altes Kraut der Volksheilkunde, überliefert als Tee.
Merkmale
Achtung
Enthält geringe Mengen Pyrrolizidinalkaloide: nur maßvoll und nicht dauerhaft verwenden, Schwangere verzichten.
Juni bis August
Hypericum perforatum
Woran du sie erkennst
Goldgelbe, fünfblättrige Blüten mit vielen Staubblättern. Die länglich-eiförmigen Blätter stehen sich paarweise gegenüber und wirken gegen das Licht wie durchlöchert, zerriebene Knospen färben die Finger rot, der Stängel ist zweikantig.
Wann und wo sammeln
Blühende Triebspitzen um den Johannitag Ende Juni bis in den August, an sonnigen Standorten.
Verwendung
Frische Blüten und Knospen in Öl angesetzt ergeben nach einigen Wochen Sonne das traditionelle Rotöl für die Hautpflege. Blüten und Blätter auch als Tee.
Merkmale
Achtung
Macht die Haut lichtempfindlicher. Innerlich kann es Medikamente beeinflussen, auch die Pille, darum vorher ärztlich abklären.
Juni bis Oktober
Prunella vulgaris
Woran du sie erkennst
Niedrige Pflanze, oft mitten im Rasen: rundliche, braun-violette Blütenköpfe mit kleinen violetten Lippenblüten, ovale Blätter paarweise am vierkantigen Stängel. Wer eine schlanke Blütenkerze vor sich hat, hat den Günsel erwischt, nicht die Braunelle.
Wann und wo sammeln
Das blühende Kraut von Juni bis Oktober auf Wiesen und in Rasenflächen.
Verwendung
Junge Blätter und Blüten in Salate; getrocknet als Tee. In der Volksheilkunde lief sie unter dem Namen Halskraut.
Merkmale
März bis Juni · Samen im Sommer
Alliaria petiolata
Woran du sie erkennst
Herzförmige bis nierenförmige, grob gekerbte Blätter, die zerrieben mild nach Knoblauch riechen, dazu kleine weiße Kreuzblüten an aufrechten Stängeln.
Wann und wo sammeln
Blätter und Blüten von März bis Juni, die Samen im Juli und August, die Wurzeln im Herbst, an halbschattigen Hecken und Waldrändern.
Verwendung
Blätter und Blüten roh in Salat, Suppe, Quark und aufs Butterbrot, die Samen als Gewürz und zur Senfherstellung, die Wurzel schmeckt wie Meerrettich. Die milde Schärfe verfliegt beim Kochen, darum frisch verwenden.
Merkmale
Juli bis September
Verbascum (hier V. densiflorum)
Woran du sie erkennst
Bis zu zwei Meter hohe Blütenkerze, dicht mit gelben Blüten besetzt. Am Boden eine Rosette aus großen, wollig behaarten graugrünen Blättern, am Stängel laufen sie spitz zu. Es gibt mehrere Arten; die großblütige ist Verbascum densiflorum.
Wann und wo sammeln
Einzelne frisch aufgeblühte Blüten laufend über den Sommer, am besten vormittags.
Verwendung
Blüten getrocknet als Tee, ein altes Hausmittel der Volksheilkunde; hübsche essbare Deko.
Merkmale
Blüte Juni-Juli
Tilia (Sommerlinde T. platyphyllos · Winterlinde T. cordata)
Woran du sie erkennst
Herzförmige Blätter mit gesägtem Rand; die kleinen gelblichen Blüten hängen an einem hellen, flügelartigen Hochblatt und duften intensiv. Bei uns wachsen Sommer- und Winterlinde.
Wann und wo sammeln
Blüten samt Flügelblatt in der kurzen Blütezeit im Juni und Juli.
Verwendung
Getrocknet als Lindenblütentee, der Klassiker für kalte Tage; frisch auch für Sirup.
Merkmale
März bis Oktober
Taraxacum officinale
Woran du sie erkennst
Bodenständige Rosette mit tief gezähnten Blättern, hohle, blattlose Stängel mit je einem gelben Blütenkorb, beim Brechen tritt weißer Milchsaft aus. Später die bekannte Pusteblume. Ähnliche Wiesenpflanzen wie das Ferkelkraut sind verzweigt oder behaart und ebenfalls essbar.
Wann und wo sammeln
Junge Blätter im Frühjahr, Blüten an sonnigen Vormittagen im April und Mai, die Wurzel im Herbst.
Verwendung
Blätter als herber Salat, Blüten für Löwenzahnsirup, die geröstete Wurzel als kaffeeähnlicher Aufguss. Ausführlich im Magazin-Beitrag „Der Löwenzahn".
Merkmale
Juni bis August
Filipendula ulmaria
Woran du sie erkennst
Hohe, rötliche Stängel mit unpaarig gefiederten Blättern mit gezähnten Rändern und schaumig-cremeweißen Blütenrispen, die süß nach Marzipan und Vanille duften, an feuchten Wiesen und Gräben.
Wann und wo sammeln
Blüten im Hochsommer an Bachläufen und Feuchtwiesen.
Verwendung
Blüten aromatisieren Sirup, Desserts und Getränke; als Tee traditionell geschätzt. Enthält Salicylate, von der alten Bezeichnung Spiraea leitet sich der Name Aspirin ab.
Merkmale
Achtung
Wer empfindlich auf Salicylate (Aspirin) reagiert, verzichtet besser. Nicht bei Schwangerschaft, Stillzeit oder mit Blutverdünnern einnehmen.
Juni bis Oktober
Calendula officinalis
Woran du sie erkennst
Leuchtend orange bis gelbe Korbblüten, länglich-lanzettliche, weich behaarte und leicht klebrige Blätter mit harzigem Duft, geringelte Samen.
Wann und wo sammeln
Voll geöffnete Blüten an trockenen Vormittagen, laufend über den ganzen Sommer.
Verwendung
Ganze Blüten getrocknet für Tee und Naturapotheke, abgezupfte Blütenblätter färben Suppen, Reis und Butter gelb. Aus den Blüten werden Öl und Salbe. Mehr im Magazin-Beitrag.
Merkmale
Mai bis September
Trifolium pratense
Woran du sie erkennst
Rundliche rosa-purpurne Blütenköpfe, dreiteilige Blätter mit hellem, V-förmigem Fleck.
Wann und wo sammeln
Blütenköpfe und zarte Blätter von Mai bis September auf Wiesen.
Verwendung
Blüten und zarte Blätter als essbare Deko und für Tee; die einzelnen Röhrenblüten schmecken süß nach Nektar. In der Überlieferung hat der Rotklee seinen Platz in der Frauenheilkunde.
Merkmale
Mai bis Oktober
Geranium robertianum
Woran du sie erkennst
Tief geteilte, farnartige, zarte Blätter, oft rötlich überlaufen, rötliche Stängel und kleine rosa Blüten mit fünf gleich großen Kronblättern, später schnabelförmige Früchte. Eigener streng-würziger Geruch.
Wann und wo sammeln
Das blühende Kraut von Mai bis Oktober an Mauern, Wald- und Wegrändern.
Verwendung
In der Volksheilkunde als Tee und Tinktur überliefert; in der Küche wegen des strengen Geschmacks nur sparsam, etwa im Salat oder im Kräuterquark.
Merkmale
April bis August
Rumex acetosa
Woran du sie erkennst
Pfeilförmige, längliche Blätter mit nach hinten zeigenden Zipfeln, aufrechte rötliche Blütenrispen.
Wann und wo sammeln
Junge Blätter im Frühjahr vor der Blüte auf ungedüngten Wiesen.
Verwendung
Frisch in Salat, als Suppe und in der Grünen Sauce; die Säure kommt von der Oxalsäure.
Merkmale
Achtung
Wegen der Oxalsäure in Maßen genießen; bei Nierenproblemen zurückhaltend sein.
Blätter ganzjährig · Blüten Juni-Okt
Achillea millefolium
Woran du sie erkennst
Zwei- bis dreifach fein gefiederte Blätter, darum auch Augenbraue der Venus genannt. Fester, kantiger Stängel mit flacher Scheindolde aus vielen kleinen weißen bis zartrosa Blüten. Zerrieben würzig-herber Duft.
Wann und wo sammeln
Die Blätter fast ganzjährig, das blühende Kraut von Juni bis Oktober an trockenen Vormittagen, abseits von Straßen und gedüngten Flächen.
Verwendung
Junge Blätter sparsam in Salat, Quark, Kräutersalz und Kräuterbutter; als Tee ein altes Frauenkraut der Naturapotheke.
Merkmale
Achtung
Bei empfindlicher Haut kann der Pflanzensaft in Verbindung mit Sonne reizen.
Oktober bis Dezember
Prunus spinosa
Woran du sie erkennst
Dorniger, dunkler Strauch, im Frühjahr weiße Blüten vor dem Laub, danach kleine eiförmige Blätter wechselständig am Zweig, im Herbst blauschwarz bereifte, kugelige Früchte.
Wann und wo sammeln
Früchte nach den ersten Frösten, dann verlieren sie ihre pelzige Herbheit.
Verwendung
Likör, Saft, Mus und Gelee; roh sehr herb.
Merkmale
April bis Oktober
Plantago lanceolata
Woran du sie erkennst
Schmale, lanzettliche Blätter mit deutlich hervortretenden Längsnerven in bodenständiger Rosette, kantiger Stiel mit kurzer brauner Blütenähre.
Wann und wo sammeln
Junge Blätter von Frühjahr bis Herbst auf Wiesen und an Wegen.
Verwendung
Zerriebenes Blatt traditionell auf Insektenstiche; als Sirup und Tee seit Generationen in der Vorratskammer; junge Blätter kleingeschnitten in Salate und Suppen, die getrockneten Samen wie Flohsamen.
Merkmale
ganzjährig, auch im Winter
Stellaria media
Woran du sie erkennst
Niedrige, teppichbildende Triebe mit kleinen ovalen Blättern und winzigen weißen Sternblüten. Sicheres Merkmal: Am runden Stängel läuft eine einzelne feine Haarlinie entlang, und im Stängel sitzt ein elastischer innerer Faden.
Wann und wo sammeln
Das ganze Jahr über in Beeten und auf offenen Böden, selbst im Winter unter dem Schnee.
Verwendung
Mild und zart: pur als Salat, aufs Brot, in Kräuterquark und Smoothies. In der Überlieferung als Wundheilsalbe und als Tee oder Tinktur zur Anregung des Stoffwechsels.
Merkmale
Juli bis September
Cichorium intybus
Woran du sie erkennst
Steife, sparrige Stängel mit himmelblauen Zungenblüten direkt am Stängel; die Blüten öffnen sich nur am Vormittag. Die Grundrosette ähnelt dem Löwenzahn, die oberen Blätter sind länglich-lanzettlich und gesägt.
Wann und wo sammeln
Blüten im Sommer, die Wurzel im Herbst, an Wegrändern und Böschungen.
Verwendung
Blütenblätter als essbare Deko, junge Blätter herb in Salaten, die geröstete Wurzel als alter Zichorienkaffee.
Merkmale
Blüte Mai · Früchte Sep-Okt
Crataegus monogyna
Woran du sie erkennst
Dorniger Strauch mit tief gelappten kleinen Blättern, weißen Blütendolden im Mai und roten, mehligen Früchten im Herbst.
Wann und wo sammeln
Blüten mit jungen Blättern im Mai, Früchte im September und Oktober.
Verwendung
Blüten, Blätter und Früchte als Tee, seit alter Zeit ein fester Bestandteil der Hausapotheke; die Früchte auch als Mus.
Merkmale
April bis Oktober
Lamium album
Woran du sie erkennst
Brennnesselähnliche, gezähnte Blätter ohne Brennhaare am vierkantigen Stängel; weiße Lippenblüten in Quirlen rund um den Stängel.
Wann und wo sammeln
Blüten und junge Triebe von April bis Oktober an Wegrändern und Hecken.
Verwendung
Blüten für Süßes, Tee und als essbare Deko; junge Blätter wie Spinat, in der Quiche und im Wildgemüse.
Merkmale
Juni bis September
Chenopodium album
Woran du sie erkennst
Aufrechte Pflanze mit mehlig bereiften grau-grünen Blättern und unscheinbaren grünlichen Blütenknäueln. Die Blattform schwankt stark: meist breit-lanzettlich, an manchen Pflanzen deutlicher gelappt.
Wann und wo sammeln
Junge Triebe und Blätter im Sommer im Garten und auf offenen Böden.
Verwendung
Nährstoffreiches Wildgemüse: wie Spinat gedünstet, in der Quiche, im Smoothie und im Salat. Wie Spinat oxalsäurehaltig, darum nicht täglich in großen Mengen.
Merkmale
Juni bis September
Heracleum sphondylium
Woran du sie erkennst
Große, tief gelappte, raue Blätter, kräftiger kantig gerillter und borstig behaarter Stängel, große weiße Dolden.
Wann und wo sammeln
Nur junge Blatttriebe und Stängel im Frühjahr, mit Handschuhen, an fetten Wiesen und Wegrändern.
Verwendung
Jung gedünstet ein traditionelles Wiesengemüse mit leicht nussigem Geschmack. In der Überlieferung zur Förderung des Lymphflusses und zur Entgiftung.
Merkmale
Achtung
Nicht mit dem stark phototoxischen Riesenbärenklau verwechseln: der ist deutlich größer und hat einen rot gefleckten, glatten, unbehaarten Stängel. Sein Saft kann die Haut schwer reizen und Brandblasen verursachen, darum auf keinen Fall berühren. Auch der Saft des Wiesenbärenklaus reagiert mit Sonnenlicht, hier immer Handschuhe tragen.
Mai bis September
Galium mollugo
Woran du sie erkennst
Schmale Blättchen in Quirlen um den vierkantigen Stängel, lockere Schleier aus winzigen weißen, vierzähligen Blüten.
Wann und wo sammeln
Das blühende Kraut von Mai bis September auf Wiesen und an Säumen.
Verwendung
Junge Triebe in Salate und Smoothies. Labkraut wurde früher zum Dicklegen der Milch beim Käsen genutzt, daher der Name.
Merkmale
April bis Juni
Cardamine pratensis
Woran du sie erkennst
Zarte, blasslila bis weiße Kreuzblüten mit vier Blättern auf dünnen Stängeln, gefiederte Grundblätter, oft in großen Beständen auf feuchten Wiesen.
Wann und wo sammeln
Blätter und Blüten im Frühjahr auf feuchten, ungedüngten Wiesen.
Verwendung
Kressig-scharf in Salaten, auf Brot und als essbare Blüte.
Merkmale
Juni bis September
Malva sylvestris
Woran du sie erkennst
Trichter- bis glockenförmige rosa-violette Blüten mit dunklen Streifen und fünf Kronblättern, dazu rundliche, gelappte Blätter. Die Früchte sehen aus wie kleine Käselaibe, daher der Name Käsepappel.
Wann und wo sammeln
Blüten und junge Blätter über den Sommer an Wegen und Zäunen.
Verwendung
Blüten und Blätter als schleimstoffreicher Tee (kalt ansetzen), Blüten als essbare Deko, junge Blätter in Salat und Gemüse.
Merkmale
Juli bis September
Origanum vulgare
Woran du sie erkennst
Aufrechte, oft rötliche Stängel mit kleinen ovalen Blättern und rosa-purpurnen Lippenblüten in doldenartigen Blütenständen; beim Zerreiben würziger Oregano-Duft.
Wann und wo sammeln
Das blühende Kraut im Hochsommer an trockenen, sonnigen Hängen und Säumen.
Verwendung
Frisch oder getrocknet als Würzkraut wie Oregano; als Tee in der Volksheilkunde.
Merkmale